Sieben-Punkte-Wochenende für SSV Rapid Berlin

Filip auf dem Weg zu seinem nächsten Floorball-Tor gegen SCS Berlin
Drei Tore von Filip reichten leider nicht für die drei ersehnten Punkte.

Im großen Heimspiel-Wochenende in Wilmersdorf konnten wir Rapidler*innen in jedem Floorball-Spiel Punkte einfahren – am Samstag ganze sechs Stück bei den Ü30 Kleintor Masters. Am Sonntag kam immerhin ein Pünktchen in der Regio-Großfeld gegen SCS Floorball Nation dazu.

Samstag: 2x Rangsdorf, 2x gewonnen

Nachdem wir den letzten Ü30-Spieltag coronabedingt absagen mussten, fanden sich am Samstag immerhin 7 spielfähige Rapidler in der Forckenbeckstraße ein, wobei wir bei jedem Spiel zwei Reihen auf das Floorballfeld schicken konnten. Da aber sowohl die Turtles als auch die Broilers diesmal kein Team auf die Beine stellen konnten, waren nur zwei Spiele angesetzt: Back-to-Back spielte Rapid bzw. die Wilmersdorfer Witwen – wie wir uns im Ü30 nennen – gegen Rangsdorf. Gelungene Spielzüge gepaart mit Ballkontrolle und Treffsicherheit sorgten dafür, dass wir mit zwei klaren Siegen unsere Playoff-Teilnahme in dem Wettbewerb besiegelten: 18:6 und 16:5 hieß es am Ende für die Witwen. Drei Nachholspiele stehen für unsere “Oldies” diese Saison noch auf dem Programm, darunter zwei Mal der Klassiker gegen die Berlin Broilers, bevor es dann in die Finalrunde geht.

Sonntag: Bitteres Dé­jà-vu gegen SCS Floorball Nation

Am Sonntag wollten wir in unserer Großfeld-Spielgemeinschaft “Regenbogen” zusammen mit den Berlin Broilers in der heimischen Werner-Ruhemann-Sporthalle an die Samstags-Erfolge anknüpfen, und mit einem Sieg gegen den Tabellennachbarn aus Siemensstadt an unserem Gegner vorbeiziehen und damit die Saison auf Platz 6 der Regionalliga beenden.

Auch im Großfeld hatten wir zuletzt aufgrund mehrerer Covid19-Infektionen nur eine kleine Truppe zur Verfügung, die dennoch gegen die Eisbären fast die Überraschung geschafft hätte. Am Sonntag, 10. April, konnten wir wieder mit zwei Reihen agieren. Leider hatten wir aber gegen das gut sortierte und taktisch clever eingestellte junge Team vom SC Siemensstadt zunächst Probleme unser Spiel aufzuziehen. Angriffe konnten oft nicht beendet werden. Der letzte Pass kam nicht an und ein ums andere Mal schnnürte uns der SCS in unserer eigenen Hälfte ein. Dementsprechend ging es mit 0:1 in die erste Drittelpause. Zum zweiten Drittel kam dann eine andere SG Regenbogen aus der Kabine. Wir erspielten uns viele Möglichkeiten. Doch leider scheiterte die SG Regenbogen zu oft am herausragenden SCS-Goalie Erik, am Torpfosten oder am eigenen Unvermögen. Wenn man vorne die Dinger nicht macht, dann wird man hinten bestraft: 0:3 stand es nach 40 Minuten. Somit waren wir gefordert, im letzten Drittel eine Reaktion zu zeigen.

3. Drittel: aufgeholt, überholt, Overtime

Und das taten die Regenbogen-Floorballer*innen auch. Und wie! Es begann eine blitzschnelle Aufholjagd mit fünf Regenbogen-Toren in fünf Minuten: Zunächst nahmen wir ein wenig Hilfe der Gäste an, die eine klare Tormöglichkeit nur durch ein Foulspiel unterbinden konnten. Filip netzte den folgenden Strafstoß unnachahmlich ein. Nur exakt 21 Sekunden später traf Filip erneut ins Netz. Auf einmal waren wir bis auf ein Tor dran. Zwar konnte Siemensstadt wieder auf zwei Tore davonziehen, aber nur 18 Sekunden nach dem 2:4 verkürzte Markus nach einer starken Willensleistung. Es ging nun hin und her. Keine Minute später stand es schon Unentschieden. Filip versenkte seinen zweiten Penalty und erzielte wie schon im letzten Spiel gegen die Eisbären einen Hattrick. Genau 60 Sekunden nach dem Ausgleichstreffer ging die SG durch Stefan L. erstmals in Führung – Wahnsinn was hier im Schlussdrittel abging – und es waren noch über 13 Minuten zu spielen. Diese waren geprägt von Chancen auf beiden Seiten. Letzlich nutzte Domenick vom SCS 78 Sekunden vor der Schlussirene eine davon zum Ausgleichstreffer! Leider war es uns damit erneut nicht gelungen einen Sieg in 60 Minuten zu erspielen und es ging zum dritten Mal in dieser Saison in die Overtime.

Dritte Overtime für die SG Regenbogen: kurz und schmerzvoll

Wie schon in den beiden zurückliegenden Verlängerungen mussten wir uns auch diesmal wieder geschlagen geben. Die Revanche gegen Floorball Nation blieb somit leider aus. Max vom SCS erzielte mit einem schönen Schuss sein viertes Tor an diesem Abend und versetzte den SC Siemensstadt in einen kollektiven Freudenrausch. Bitter für uns, dass wir uns zum wiederholten Male knapp geschlagen geben mussten: Zum fünften Mal in dieser Saison verlieren wir damit trotz ansprechender Leistung ein Spiel mit einem Tor Unterschieden! Dies gilt es, nächste Saison besser zu machen. In dieser Spielzeit geht es für uns im Großfeld nur noch ein Mal um Punkte: Im Nachholspiel trifft die SG Regenbogen auf den ungeschlagenen Tabellenführer Laikas.

SG Regenbogen West-Berlin mit: [T] Clément Jonglez, Maximilian Sternal, Sebastian Koschwitz, Stefan Schröter, Janek Kuberzig, [C] Janine Mügge, Markus Schuermann, Filip Lindvall, Andreas Glantz, Stefan Lange

1. Drittel:
10:48 2′ (Bodenspiel) Paul Romeyke SCS Berlin Floorball Nation
12:42 0:1 Maximilian Paul
2. Drittel:
8:30 0:2 Jonas Rehse (Ella Kittke) SCS Berlin Floorball Nation
17:55 0:3 Maximilian Paul
3. Drittel:
2:32 1:3, ps. Filip Lindvall SG Regenbogen West-Berlin
2:53 2:3 Filip Lindvall
4:21 2:4 Maximilian Paul SCS Berlin Floorball Nation
4:39 3:4 Markus Schuermann SG Regenbogen West-Berlin
5:37 4:4, ps. Filip Lindvall
6:37 5:4 Stefan Lange
12:53 2′ (Stockschlag) Filip Lindvall
18:42 5:5 Domenick Rotgang SCS Berlin Floorball Nation
Verlängerung:
0:57 5:6 Maximilian Paul SCS Berlin Floorball Nation