SSV Rapid krönt sich zum Kleinfeld-Meister, Aufstieg in die Floorball-Regionalliga

Die Kleinfeld‑Verbandsliga 2025/2026 wird beim SSV Rapid noch lange in Erinnerung bleiben. Was als ambitionierte Saison mit einem starken Kader begann, endete mit Goldmedaillen: Meistertitel, ein Playoff‑Heimfest in der Berliner Forckenbeckstraße, ein überragender Kovii und eine dramatische Relegation gegen Potsdam, die den Aufstieg in die Floorball-Regionalliga perfekt machte.

Kleinfeld-Hauptrunde: Rapid setzt das Ausrufezeichen

Schon in der regulären Saison zeigte das Floorball-Team aus Charlottenburg-Wilmersdorf, wohin die Reise gehen sollte. Spiel für Spiel arbeitete sich das Team nach oben, gewann enge Partien, dominierte andere Begegnungen deutlich und etablierte sich als eines der Topteams der Liga. Kovii war dabei das offensive Herzstück: Mit insgesamt 99 Scorerpunkten aus Saison und Playoffs war er an fast allem beteiligt, was nach vorne passierte. Ob als Torschütze oder Vorlagengeber, er war überall – nur nicht immer hinten.

Doch Rapid war weit mehr als ein Ein‑Mann‑Team. Peter glänzte als spielintelligenter Offensivmotor, der Lücken riss, Bälle behauptete und Mitspieler*innen in Szene setzte. Kapitän Ferdi brachte Abschlussstärke und Präsenz, Aasta Galli setzte immer wieder wichtige Akzente – und das alles in einem Kollektiv, in dem auch defensiv gearbeitet wurde. Martin und Co. sorgten dafür, dass das Floorball-Team nicht nur nach vorne, sondern auch nach hinten stabil blieb.

Im Tor stand Aaron, der mit starken Paraden und ruhigem Stellungsspiel enge Spiele wie gegen den BFK und die Broilers zugunsten von Rapid entschied. Als Backup sammelte der junge Max – Leihgabe von den Karower Dachsen – wertvolle Spielpraxis. Am Ende stand das Team auf Platz 2 und zog dadurch sicher in die Playoffs ein.

Playoffs: Floorball‑Fest in der Wilmersdorfer Forckenbeckstraße

Die Kleinfeld-Playoffs wurden zu einem echten Highlight – sportlich und emotional. In der eigenen Halle an der Fockenbeckstraße in Wilmersdorf verwandelte Rapid den Spieltag in ein Floorball‑Fest. Drei Teams der SG Regenbogen waren am Start, die Tribüne voll, die Stimmung laut. Kleinfeld‑Floorball in seiner besten Form: schnell, intensiv, torreich.

Im Halbfinale traf Rapid auf die Berlin Broilers. Es wurde das erwartet umkämpfte Duell zweier Teams, die sich aus Liga und Großfeld‑Kontext bestens kennen. Rapid setzte auf seine Stärken: hohes Tempo, schnelle Kombinationen, klare Abschlüsse. Kovii und Peter wirbelten in der Offensive, Filip und Ferdi setzten Nadelstiche. Die Defensive arbeitete zwar nicht immer konsequent, am Ende setzte sich Rapid aber verdient durch und zog ins Finale ein – der erste große Schritt war getan.

Im Finale wartete der Berliner Floorball Klub. Wieder war es ein Spiel, das von Intensität und Emotionen lebte. Rapid blieb seiner Linie treu. Die Offensivachse um Kovii, Peter, Filip und Ferdi trug das Team, während die Defensive die Nerven behielt. Aaron im Tor musste die letzten Minuten verletzt durchspielen und hielt kurz vor Schluss noch entscheidend gegen Marvin vom BFK. Tamas flog durch die Halle und nahm Zeit von der Uhr bis er abgeräumt wurde. Wahnsinn! Den fälligen Penalty konnte Filip zwar nicht verwandeln, doch Sekunden vor Schluss sorgte der Schwede dann doch noch für die Entscheidung. Rapid holte sich den Titel, die Halle explodierte, und der Meisterpokal blieb in der Forckenbeckstraße.

Floorball-Relegation gegen Potsdam: Alter Schwede… und der Aufstieg

Eine Woche später ging es in die Relegation gegen den SC Potsdam – die letzte Hürde auf dem Weg zum Aufstieg in die Floorball-Regionalliga. Aaron fehlte weiterhin verletzt, also stand erneut Max aus Karow im Tor. Jung, mutig, und in einem Spiel, in dem jeder Fehler teuer werden konnte.

Rapid nahm das Spiel von Beginn an in die Hand. In der ersten Hälfte setzte das Team ein klares Zeichen:
**0:1** – Filip trifft an seinem 43. Geburtstag nach Vorlage von Kovii.
**0:2** – Aasta erhöht nach Zuspiel von Peter.
**0:3** – Kovii trifft selbst.
**0:4** – Peter legt nach.
**0:5** – erneut Aasta, wieder nach Vorlage von Kovii.

Potsdam kam zwar zu Toren, doch Rapid antwortete immer wieder. Kovii legte nach, traf zum 1:6, später zum 2:8, 2:9 (nach Vorlage von Filip) und 4:10. Filip und Peter sammelten weiter Scorerpunkte, Aasta blieb gefährlich – ein Spiel, das beiden Seiten alles abverlangte.

Als Potsdam um den jungen Milo in der zweiten Hälfte noch einmal aufdrehte und sich Tor um Tor herankämpfte, blieb Rapid nervenstark. Trotz einer Zweiminutenstrafe gegen Kovii wegen Stockschlags behielt das Team die Kontrolle. Den Schlusspunkt setzte Peter Malodobry dann tatsächlich in Unterzahl mit dem 7:11 nach Vorlage von Filip – Alter Schwede! Der Treffer, der endgültig klar machte: Rapid steigt auf.

Höhepunkt in der Geschichte des Vereins

Rapid hat nicht nur Kleinfeld-Spiele gewonnen, sondern sich selbst ein Stück neu definiert – als Kleinfeld‑Meister, Aufsteiger und als Verein, in dem viele Farben gemeinsam Regenbogen heißen. Das Floorball-Team hat somit 24 Jahre nach seiner Gründung floorballerisch einen großen Meilenstein im Kleinfeld erreicht. Mit dem Aufstieg belohnt sich das Team für eine fulminante Saison.

Teamfoto Floorball-Kleinfeld 2026