Ü30-Floorball: Eine Saison voller Wendungen – wieder Platz 3 für Rapid Old‑Stars

Die Ü30‑Floorball‑Saison 2025/2026 war für die Berliner Rapid Old‑Stars ein wilder Ritt zwischen klaren Siegen, knappen Niederlagen und echten Charakterproben. Die Kleintor-Liga mit vier Teams war so ausgeglichen wie selten zuvor – und die Charlottenburg-Wilmersdorfer zeigten erneut, warum das Team seit Jahren zu den prägenden Kräften der Ü30‑Szene gehört. Im neuen Modus wurden diesmal keine Play-Offs gespielt, dafür ging es gleich vier (!) Mal gegen jedes Team.
Starker Auftakt – und ein frühes Ausrufezeichen
Der Saisonstart am 11. Oktober in Siemensstadt hatte es in sich: Gleich im ersten Spiel gegen den Gastgeber SCS Berlin lieferten die Old‑Stars ein Offensivfeuerwerk, mussten sich aber 13:10 geschlagen geben. Doch Rapid wäre nicht Rapid, wenn man nicht sofort eine Antwort parat hätte. Nur wenige Stunden später folgte das erste Highlight der Saison: 21:7 gegen die Berlin Broilers – ein Statement‑Sieg, der zeigte, dass die Old‑Stars in dieser Saison wieder oben mitspielen wollten.

Ein besonderes Kapitel der Saison war das Doppelduell gegen die Floorball Turtles Berlin – und Rapid Berlin gewann beide Spiele in deren eigener Halle
- 6:5 am 22.11
- 7:5 am 13.12.
Diese Siege waren nicht nur sportlich wichtig, sondern auch emotional. Die Turtles sind heimstark, doch Rapid zeigte Erfahrung, Ruhe und Cleverness – und nahm die Punkte mit nach Wilmersdorf.
Kovii & Peter – das Herzstück der Rapid-Offensive
Wie schon in den Vorjahren war das Duo Kovii und Peter Malodobry der Motor der Rapid‑Offensive. Beide harmonierten blind, setzten sich immer wieder gegen enge Manndeckungen durch und sorgten für die entscheidenden Momente in engen Spielen. Kovii glänzte mit seiner Mischung aus Wucht, Technik und Übersicht. Peter überzeugte mit Spielintelligenz, präzisen Abschlüssen und wichtigen Vorlagen. Gemeinsam bildeten sie das gefährlichste Duo der gesamten Liga.
Während vorne die Tore fielen, hielt Martin hinten den Laden zusammen.
Mit seiner Erfahrung, seinem Stellungsspiel und seiner Fähigkeit, brenzlige Situationen früh zu entschärfen, war er der defensive Fixpunkt der Old‑Stars.
Gerade in engen Spielen – wie dem 7:8‑Overtime-Krimi gegen SCS Berlin oder dem 10:7 gegen die Broilers – war Martin der Grund, warum Rapid nie die Kontrolle verlor.
Stabiler Ü30-Floorball, trotz Rückschlägen
Natürlich lief nicht alles perfekt. Die Niederlagen gegen SCS Berlin (5:11, 8:11) zeigten, wie eng die Liga war. Doch Rapid blieb mental stark, kämpfte sich immer wieder zurück und zeigte Charakter.
Vereinspräsident Max war in den ersten Spielen ebenfalls ein Stabilisator im Team, verpasste jedoch die zweite saisonhälfte verletzungsbedingt. Als Betreuer kommentierte er einen der hohen Siege gegen die Broilers sowie die unglückliche Niederlage im dritten Spiel gegen den späteren Champion Turtles Berlin: „Ein sehr, sehr guter Spieltag von uns, die Reihen haben in beiden Spielen gut funktioniert! Turtels haben mit der Reihe Matze/Fabi, Konny, Hannes, Dafl in weniger als 5 Minuten die Spiele gedreht gegen uns und SCS und lassen sich die Führung dann nicht mehr nehmen… halt eben auch die Kleinfeld Nationalmannschaft.“
Saisonabschluss – ein würdiger Kampf bis zum letzten Spieltag
Der letzte Spieltag der Saison am 22. März brachte noch einmal alles, was diese Saison ausmachte: Nach offenen Schlagabtausch ging das spiel gegen SCS mit 8:11 verloren. Damit war der Titel nicht mehr möglich und Max kommentierte: „Zwischenfazit zum Finalspieltag: Trotz starkem Kampf und 5 großen Ausgleichs Chancen in der 2. Halbzeit verlieren wir unser Halbfinale gegen SCS Siemensstadt Berlin knapp, weil bei Siemensstadt am Anfang einfach jeder Schuss ins Tor ging … dennoch nach Auszeit in der 1. Halbzeit zurückgekommen und bis zum Schluss gekämpft. Erneut Platz 3 also für Rapid in der Ü30-Floorballsaison 2025/2026 in Berlin. Gleich ein aller letztes Spiel gegen Turtles für die Ehre.“
Wie die drei Duelle zuvor war es gegen die Turtles wieder spannend bis zur letzten Minuten – am Ende stand ein Duell auf Augenhöhe und ein 5:7. Rapid zeigte Moral, Leidenschaft und Teamgeist – und verabschiedete sich mit erhobenem Haupt aus einer intensiven Saison.
Am Ende steht eine Saison, die Rapid erneut nicht den erhofften Titel brachte, aber bis zur letzten Sekunde spannend blieb und jede Menge Geschichten schrieb: Comebacks, torreiche hochklassige Duelle, enge Spiele bis zur letzten Minute.
